Bautenschutz
Der Bautenschutz beschreibt Maßnahmen an Bauwerken, um sie vor Schädigungen einerseits zu schützen, andererseits bereits eingetretene Schäden zu beheben.
Zumeist umfasst der Bautenschutz die Trocknung von nassen Hauswänden und Mauern sowie eine Beseitigung des Schimmels. Häufig treten Probleme im Keller auf, die durch defekte Rohrleitungen oder von außen eindringendem Wasser entstehen. Schadhafte Abdichtungen müssen ausgebessert werden, wichtig ist hierbei eine rissübergreifende Abdichtung. Im ungünstigsten Fall muss ein Mauerwerkstausch stattfinden. Bei Betonteilen müssen freiliegende Bewährungsstähle korrosionsschützend behandelt werden. Auch Balkone, Terrassen und Dächer sind der Witterung ausgesetzt, deshalb können auch hier Feuchtigkeitsschäden auftreten. In der Kanalisation müssen zudem Leckstellenabdichtungen vorgenommen werden.
Berufsverbände
Der Deutsche Holz- und Bautenschutzverband e.V. (DHBV) sowie der Wissenschaftlich Technische Arbeitskreis für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA) sind wichtige übergeordnete Organisationen im Fachgebiet Bautenschutz.
Sanierungsmaßnahmen
Zunächst erfolgen eine Analyse des Schadens und die Erstellung eines Sanierungskonzepts. Hierzu gehören die Probenahme von Putzen und Mauerwerk, erste Reinigungsarbeiten, zum Beispiel mit Dampfstrahlern sowie eine messtechnische Überprüfung der schadhaften Bauten. Es wird der absolute Durchfeuchtungswert gemessen, ein Feuchteprofil erstellt sowie dazugehörige Temperaturmessungen durchgeführt.
Die nachfolgenden Arbeiten zum Bautenschutz sind je nach Schaden unterschiedlich:
·Dach- und Fassadenschutz mit Imprägnierungen, die Wasser von außen abweisen, aber Wasserdampf von innen austreten lassen.
·Horizontale Abdichtung von Wänden, damit keine Feuchtigkeit aufsteigen kann, dabei können Injektionsverfahren zum Einsatz kommen. Vor der Injektion von speziellem Paraffin wird das Mauerwerk getrocknet, danach das Paraffin injiziert. Dieses härtet aus und schützt vor aufsteigender Feuchtigkeit.
·Feuchte Garagendächer können mit Dichtungsbahnen oder Flüssigabdichtung saniert werden.
·Durch die Auftragung von Spezialputzen werden die Wände atmungsaktiver, es können so genannte Klimaplatten angebracht werden, die kapillaraktiv sind. Sie nehmen die überschüssige Feuchtigkeit auf und geben sie bei günstigen Bedingungen wieder ab.
·Betoninstandsetzung: Instandsetzung mit Reaktionsharzsystemen, Porenverspachtelung, Rissinstandsetzung und Korrosionsschutz der Bewährungsstähle.
·Schimmelsanierung: Der befallene Bereich wird abgetrennt, der Schimmel mechanisch entfernt, die Oberflächen werden abgesaugt und mit Alkohol desinfiziert. Danach folgt der Wiederaufbau von Putz, Tapeten und Fußboden.
Text erstellt und veröffentlicht von der Werbeagentur Büdingen am 21.02.2012
Eventuell gleichlautende Textpassagen sind rein zufällig und nicht gewollt.